Google Business Profil optimieren: Faktoren, Mythen, Risiken & Tipps

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Nach dem Lesen dieses Artikels wirst du in der Lage sein, dein Google Business Profil zu optimieren und darüber mehr Kunden zu gewinnen.

Illustration zur Optimierung eines Google Business Profils

Was du in diesem Guide zur Google Business Profil Optimierung lernst

Das Google Business Profil (früher Google My Business) ist einer der wichtigsten Hebel für lokale Sichtbarkeit und gleichzeitig einer der am meisten missverstandenen.

Rund um die Optimierung kursieren unzählige Tipps, vermeintliche Hacks und angebliche Ranking-Faktoren. Viele davon sind wirkungslos, andere längst veraltet und einige sogar riskant, weil sie Rankingverluste oder Sperrungen begünstigen können.

Google selbst berücksichtigt inzwischen nahezu 200 verschiedene Signale für lokale Rankings. In diesem Artikel geht es bewusst nicht darum, jeden einzelnen Faktor aufzulisten. Stattdessen konzentrieren wir uns auf die wichtigsten Optimierungshebel mit realem Einfluss auf die Performance von Google Business Profilen.

Du erfährst:

  • welche Faktoren nachweislich Einfluss auf lokale Rankings haben
  • welche Mythen du getrost ignorieren kannst
  • wo echte Risiken und typische Fehler lauern
  • und welche konkreten Maßnahmen sich in der Praxis bewährt haben

Der Fokus liegt auf klar priorisierten, umsetzbaren Tipps, die sich im Alltag bewähren und nicht auf theoretischen Best Practices ohne messbaren Effekt.

Anmerkung

Grundlage sind die Local Search Ranking Factors von Whitespark sowie unsere Erfahrungen aus der Optimierung von Google-Business-Profilen in verschiedenen Branchen. Berücksichtigt werden ausschließlich Faktoren mit nachweisbarem Einfluss in der Praxis.

Faktor #1: Primäre Kategorie

Die primäre Kategorie ist der wichtigste einzelne Rankingfaktor im Google Business Profil. Sie definiert, für welche Suchanfragen Google dein Unternehmen überhaupt als relevant betrachtet.

Ist diese Zuordnung zu allgemein oder unpräzise, verliert das Profil massiv an Sichtbarkeit und zwar unabhängig davon, wie gut andere Bereiche optimiert sind.

Eine falsch gewählte primäre Kategorie lässt sich durch keine andere Optimierungsmaßnahme ausgleichen.

Häufigster Fehler: Hauptkategorie zu breit gewählt

Der häufigste Fehler ist die Wahl einer zu allgemeinen Kategorie, um möglichst viele Leistungen abzudecken. Doch genau dieser Ansatz ist falsch.

Als Beispiel: Nehmen wir an, du bist ein Rechtsanwalt, der sich um Arbeitsrechtsthemen kümmert.

Es gibt die Kategorie “Rechtsanwalt”, was doch wie eine gute Wahl aussieht oder? Falsch!

Es ist zu unspezifisch. Eine bessere Hauptkategorie wäre in diesem Fall “Anwalt für Arbeitsrecht”.

“Rechtsanwalt” kann dann gerne bei den sekundären Kategorien gelistet werden.

Merke dir: Je näher die primäre Kategorie an der konkreten Hauptleistung liegt, desto höher ist die Relevanz für entsprechende Suchanfragen.

Tool-Tipp

Um zu schauen, welche Kategorien es gibt und welche Kategorien verwandt sind zur Hauptkategorie, kann ich das Tool PlePer.com empfehlen. Hier findest du eine Liste aller verfügbaren Kategorien je nach Land.

Eine weitere Möglichkeit, die richtige Kategorie zu wählen, ist zu schauen, welche Kategorien deine Wettbewerber zu bestimmten Suchbegriffen haben.

Gehe dazu auf Google Maps und suche nach deiner Dienstleistung. Die Hauptkategorie wird unterhalb der Bewertungen öffentlich angezeigt.

Die sekundären Kategorien sieht man nicht öffentlich, hier muss man sich mit Browsererweiterungen wie zum Beispiel GMB Everywhere oder GMBSpy bedienen.

Screenshot eines Google-Unternehmensprofils einer SEO Agentur in Berlin mit hervorgehobener Hauptkategorie Online-Marketing-Unternehmen

Pro-Tipp: saisonale Kategorie-Wechsel

Dieser Ansatz ist nicht für jedes Business relevant, kann aber in saisonabhängigen Branchen einen spürbaren Sichtbarkeitshebel darstellen. Voraussetzung ist immer, dass die jeweilige Leistung real angeboten wird.

Praxisbeispiel: Garten- und Landschaftsbau

☀️ Sommer: Primäre Kategorie Gartenbauer
❄️ Winter: Wechsel auf Schneeräumdienst

Der Hintergrund ist einfach: Die Suchnachfrage ändert sich saisonal. Bleibt die primäre Kategorie statisch, obwohl sich das tatsächliche Leistungsangebot und die Nachfrage verschieben, verschenkt das Profil relevantes Ranking-Potenzial.

Wichtig ist, dass der Wechsel strategisch erfolgt und nicht beliebig. Häufige oder unbegründete Kategorie-Anpassungen ohne klaren saisonalen Zusammenhang sind nicht empfehlenswert.

Faktor #2: Nähe zum Standort (Proximity)

Die räumliche Nähe zwischen Suchendem und Unternehmensstandort ist einer der härtesten Rankingfaktoren im lokalen Umfeld. Google bevorzugt Unternehmen, die physisch nah am Suchort liegen, unabhängig davon, wie gut andere Optimierungen umgesetzt sind.

Warum Proximity so stark wirkt

Google verfolgt bei lokalen Suchanfragen ein klares Ziel: dem Nutzer das am einfachsten erreichbare, passende Unternehmen anzuzeigen. Je näher ein Standort am Suchort liegt, desto höher ist die Grundrelevanz.

Karte von Berlin mit farbigen Markierungen und Zahlen zur Visualisierung von Ranking- oder Standortdaten
Die Zahlen in den Markierungen zeigen die jeweilige Google-Position eines Unternehmens für dieselbe lokale Suchanfrage. Je näher der Standort am Suchzentrum liegt, desto besser fällt das Ranking aus.

Praxisbeispiel zur Veranschaulichung

Angenommen, ein Nutzer sucht in Berlin-Kreuzberg nach „Zahnarzt“. Ein Zahnarzt mit Standort direkt in Kreuzberg hat einen deutlichen Vorteil gegenüber einer Praxis mit Sitz in Spandau oder Köpenick – selbst dann, wenn diese besser bewertet ist oder mehr Inhalte im Profil hinterlegt hat.

Die Entfernung wirkt hier wie ein Filter, der vorgibt, wer überhaupt realistisch um Top-Positionen konkurrieren kann.

Häufiges Missverständnis: „In der ganzen Stadt ranken“

Viele Unternehmen erwarten, für relevante Suchbegriffe automatisch im gesamten Stadtgebiet sichtbar zu sein. Das ist unrealistisch.

Lokale Rankings funktionieren nicht flächendeckend, sondern punktuell rund um den Standort. Je weiter sich der Suchort vom Unternehmensstandort entfernt, desto stärker nimmt die Sichtbarkeit ab (wie oben im Bild zu sehen).

Was das für die Praxis bedeutet

Proximity ist kein Faktor, den man aktiv optimieren kann. Er ergibt sich ausschließlich aus dem realen Unternehmensstandort.

Lokale Suchmaschinenoptimierung dient nicht dazu, diesen Faktor zu umgehen, sondern die Sichtbarkeit rund um den bestehenden Standort durch gezielte Maßnahmen zu erweitern.

Wer dauerhaft in weiter entfernten Gebieten ranken möchte, benötigt dafür weiterhin einen echten zusätzlichen Standort mit eigenem Google Business Profil.

Faktor #3: Unternehmensname & Keywords

Der Unternehmensname im Google Business Profil ist ein bekannter, aber heikler Rankingfaktor. Keywords im Namen haben nachweislich Einfluss auf die Sichtbarkeit, verstoßen jedoch in vielen Fällen gegen die Google-Richtlinien. Genau hier liegt das Spannungsfeld zwischen Wirkung und Risiko.

Wichtiger Hinweis

Wer dennoch bewusst Keywords im Unternehmensnamen einsetzt, handelt auf eigenes Risiko. Im ungünstigsten Fall kann das Google Business Profil vollständig gesperrt werden. Die anschließende Wiederherstellung ist häufig aufwendig, langwierig und nicht immer erfolgreich.

Warum Keywords im Namen funktionieren

Google nutzt den Unternehmensnamen als starkes Relevanzsignal. Enthält der Name ein zentrales Keyword, wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, für entsprechende Suchanfragen ausgespielt zu werden. Dieser Effekt ist seit Jahren bekannt.

Google hat in der Vergangenheit mehrfach versucht, diesen Faktor algorithmisch abzuschwächen um offensichtlichen Missbrauch einzudämmen.

In der Praxis lässt sich jedoch weiterhin beobachten, dass Keywords im Namen – insbesondere in wettbewerbsintensiven Märkten – einen messbaren Einfluss auf die Sichtbarkeit haben.

In kompetitiven Märkten können Keywords im Unternehmensname daher einen spürbaren Ranking-Vorteil bringen, insbesondere wenn viele Profile ansonsten ähnlich optimiert sind.

Achtung: Richtlinienverstoß droht

Google erlaubt im Unternehmensnamen ausschließlich den realen, im Geschäftsverkehr verwendeten Namen. Zusätze wie Leistungsbeschreibungen, Städtenamen oder Keywords sind laut Richtlinien nicht zulässig, sofern sie nicht offiziell Teil des Firmennamens sind.

Keywords im Unternehmensnamen stellen damit keine Grauzone, sondern einen klaren Richtlinienverstoß dar. Dass viele Unternehmen dennoch damit durchkommen oder jahrelang unbehelligt bleiben, ändert nichts an der Regel.

In manchen Fällen wird der Verstoß toleriert, in anderen greift Google konsequent durch. Dieses Beispiel zeigt übertriebenes Keyword Spamming im Namen:

Screenshot eines Google-Unternehmensprofils, bei dem der Firmenname mit zusätzlichen Keywords wie Umzugsfirma Berlin und Stadtteil ergänzt wurde, um bessere lokale Rankings zu erzielen

Branchen mit erhöhtem Risiko

Google beobachtet bestimmte Branchen besonders genau. In diesen Bereichen führen Keyword-Zusätze im Namen überdurchschnittlich häufig zu manuellen Änderungen oder Sperrungen.

Dazu zählen unter anderem:

  • Schlüsseldienste
  • Abschleppdienste
  • Rohrreinigungen
  • Umzugsunternehmen
  • KFZ-Gutachter
  • Notdienste allgemein

Gerade bei Schlüsseldiensten ist die Toleranz von Google extrem gering. Hier sollte vollständig auf Keyword-Zusätze im Namen verzichtet werden.

Wir konnten hier zwar schon einige Kunden vor dauerhaften Sperrungen retten und wieder reaktiveren, aber die Umsatzverluste von der Sperrung bis zur erneuten Freischaltung waren sehr schmerzhaft für die betroffenen Firmen.

Wann Keywords im Namen vertretbar sein können

Ein Keyword im Unternehmensnamen ist nur dann unkritisch, wenn es tatsächlich Teil des offiziellen Firmennamens ist. Das setzt voraus, dass der Name:

  • im Handelsregister bzw. der Gewerbeanmeldung so geführt wird
  • auf der Website, in Rechnungen und im Außenauftritt identisch verwendet wird
  • konsistent in relevanten Verzeichnissen erscheint

In diesem Fall handelt es sich nicht um eine Optimierung, sondern um eine legitime Abbildung der realen Unternehmensbezeichnung.

Faktor #4: Öffnungszeiten ausreizen

Die Öffnungszeiten eines Google Business Profils haben direkten Einfluss auf die lokale Sichtbarkeit. Studien und Praxisbeobachtungen zeigen, dass Profile an Rankings verlieren, sobald sie als „schließt demnächst“ gekennzeichnet werden.

Wird ein Unternehmen als geschlossen angezeigt, fällt die Sichtbarkeit in der Regel noch weiter ab und offene Wettbewerber werden bevorzugt ausgespielt.

Google signalisiert diesen Status auch sichtbar in den Suchergebnissen.

Ausschnitt eines Google-Unternehmensprofils mit dem Hinweis Schließt demnächst und angezeigter Uhrzeit im Google Business Profil

Öffnungszeiten gezielt erweitern

Eine mögliche Strategie besteht darin, die Öffnungszeiten realistisch zu optimieren. Unternehmen, die eine Stunde früher öffnen oder eine bis zwei Stunden länger geöffnet haben als der direkte Wettbewerb, können in diesen Zeitfenstern zusätzliche Sichtbarkeit erzielen.

Dieser Ansatz eignet sich vor allem für:

  • Restaurants und Imbisse
  • Friseure
  • Einzelhandel und Ladengeschäfte

Öffnungszeiten nur angeben, wenn sie wirklich gelten

Öffnungszeiten dürfen ausschließlich dann erweitert werden, wenn das Geschäft in dieser Zeit tatsächlich geöffnet und erreichbar ist. Fiktive oder künstlich verlängerte Zeiten führen zu Frustration bei Nutzern, erhöhen das Risiko negativer Bewertungen und verstoßen gegen die Google-Richtlinien.

Eine pauschale Angabe von 24/7 ist nur dann sinnvoll, wenn auch tatsächlich Personal vor Ort oder eine verlässliche Erreichbarkeit gewährleistet ist.

Wichtig zu beachten

Wenn du die Öffnungszeiten im Google Business Profil änderst, stelle sicher, dass du auch die Öffnungszeiten auf deiner entsprechend Webseite anpasst und auch in den strukturierten Daten, sofern vorhanden.

Faktor #5: Bewertungen & Review-Dynamik

Bewertungen gehören zu den stärksten Vertrauens- und Relevanzsignalen im Google Business Profil. Dabei geht es nicht um einen einzelnen Wert, sondern um das Zusammenspiel mehrerer Bewertungsfaktoren, die Google getrennt bewertet und gewichtet.

Mehrere Faktoren bestimmen die Qualität

Für lokale Rankings spielen unter anderem folgende Aspekte eine Rolle:

  • Durchschnittliche Bewertung (hohe Punktzahl; 4 bis 5 Sterne)
  • Gesamtanzahl der Bewertungen (Quantität)
  • Qualität der Bewertungen (Text, Detailtiefe)
  • Erweiterte Inhalte wie Fotos und Videos
  • Erwähnung von Services und Standorten in Bewertungen (natürliche Erwähnungen durch Nutzer)
  • Regelmäßigkeit der Bewertungen (häufige, kontinuierliche Bewertungen signalisieren Google Aktualität und Relevanz)

Einfach nur massenhaft Bewertungen sammeln, reicht also nicht aus. Die Reviews müssen auch andere Qualitätsfaktoren erfüllen.

Bewertungen mit Keywordfokus

Bewertungen mit Text haben deutlich mehr Aussagekraft als reine Sternebewertungen. Besonders wertvoll sind Rezensionen, in denen Nutzer konkret beschreiben, welche Leistung in welchem Kontext erbracht wurde.

Natürlich formulierte Erwähnungen von Leistungen oder Standorten entstehen dabei von selbst. Diese Inhalte sind wesentlich wertvoller als generische Fünf-Sterne-Bewertungen ohne Text.

Bewertungen ohne Text sind nicht nutzlos, ihr Einfluss ist jedoch deutlich geringer.

Hier ist ein Beispiel für eine sehr gute Bewertung mit Keywordfokus und hoher Relevanz zum Business.

Positive customer review mentioning relocation from Berlin, apartment handover, and apartment clearing services, highlighting the company's professionalism and punctuality.
SEO-freundliche Bewertung mit Keywordbezug. Serviceleistung und Standort werden hier natürlich erwähnt. Solche Bewertungen sind Gold wert.

Bilder und Videos in Bewertungen

Fotos oder Videos, die Nutzer einer Bewertung hinzufügen, erhöhen deren Glaubwürdigkeit und Wert. Sie signalisieren echte Kundenerfahrungen und verstärken den Vertrauenseffekt sowohl für Google als auch für potenzielle Kunden.

Google-Bewertung von Alex mit Fotos der Unterkunft, die eine Familie während einer Einschulung genutzt hat, einschließlich Bildern von Deckenbeleuchtung und Innenräumen.
Bewertungen mit Bildern und / oder Videos sorgen für mehr Glaubwürdigkeit.

Aktualität der Bewertungen ist wichtig

Unternehmen mit regelmäßig neuen Bewertungen können bessere Rankings erzielen als Profile mit sehr vielen, aber veralteten Rezensionen.

Ein Unternehmen mit wenigen, dafür aktuellen Bewertungen hat häufig bessere Chancen als ein Wettbewerber mit hunderten Bewertungen, der seit Monaten keine neue Rezension mehr erhalten hat.

Sorge also dafür, dass du regelmäßig neue Bewertungen erhältst. Sei dabei ruhig kreativ.

Hier ein Beispiel, welches wir für eine kleine Handwerker-Pension gemacht haben, um die Bewertungen anzukurbeln.

Werbung für eine Bewertungskampagne in einer Pension, mit einem QR-Code, der Gäste zu einer Google-Bewertung auffordert, sowie einem kostenlosen Getränk als Belohnung.
Eine Bewertungskampagne, die Gäste dazu einlädt, eine Google-Bewertung zu hinterlassen und im Gegenzug ein kostenloses Bier oder Cola als Dankeschön zu erhalten.

Mythos: Keyword-Stuffing in Review-Antworten

Die Antworten des Unternehmens auf Bewertungen haben keinen Einfluss auf die Rankings. Keywords in Antworten wie „Vielen Dank für Ihre Bewertung zu unserem Service in Stadt XY“ bringen keinen SEO-Vorteil. Lass das sein!

Dennoch solltest du auf die Bewertungen in deinem Profil antworten, denn es schafft Kundenbindung, Vertrauen und erweckt einen professionellen Eindruck.

Bewertungsmanagement meistern

Wenn du mehr über strategisches Bewertungsmanagement erfahren möchtest, schau dir gerne auch unseren Artikel an: Bewertungsmanagement im Google Business Profil

Dort geben wir dir hilfreiche Tipps, wie du Bewertungen effizient generierst und professionell verwaltest.

Faktor #6: Website als „Datenbank“

Dein Google Business Profil ist wie eine Mini-Datenbank, die Google mit Informationen über dein Unternehmen versorgt. Wenn du Änderungen in deinem Google Business Profil vornimmst, prüft Google auch die Informationen auf deiner Website, um sicherzustellen, dass diese konsistent sind.

Das bedeutet:

  • Wenn du Produkte oder Dienstleistungen im Google Business Profil hinzufügst, muss es auf deiner Website eine entsprechende Seite geben, die diese Produkte oder Dienstleistungen beschreibt.
  • Google nutzt diese Verbindung, um die Richtigkeit der Informationen im Business Profil zu validieren und das Profil in den lokalen Suchergebnissen entsprechend zu gewichten.
Google My Business-Interface mit hervorgehobenen Optionen für das Bearbeiten von Produkten und Dienstleistungen sowie der Profilstärke-Anzeige.
Befülle die Produkte und Dienstleistungen vollständig mit Informationen für mehr Relevanz deines Profils

Wichtige Hinweise für die Praxis

Die Konsistenz zwischen deinem Google Business Profil (GBP) und deiner Website ist entscheidend für die lokale Sichtbarkeit. Um das volle Potenzial auszuschöpfen, sollten nicht nur die Basisdaten übereinstimmen, sondern auch die weiterführenden Faktoren, die Google für die Validierung und das Ranking heranzieht:

  • Verwendung von vordefinierten Google Business Profil Services: Die Nutzung der von Google bereitgestellten vordefinierten Servicekategorien im Google Business Profil verbessert die Übereinstimmung zwischen den Angaben im Profil und den Inhalten auf deiner Website.
  • Eine eigene Seite für jeden Service: Jede Dienstleistung, die im Profil aufgeführt wird, sollte eine eigene, detaillierte Seite auf deiner Website haben, die diesen Service beschreibt.
  • Keywords im Title Tag der Landing Page im GBP: Die Keywords, die du im Google Business Profil verwendest, sollten auch im Title Tag der entsprechenden Landing Page deiner Website auftauchen, um die Übereinstimmung zu stärken.
  • Keywords in den Überschriften (H1, H2, etc.) der Landing Page im GBP: Achte darauf, dass relevante Keywords auch in den Überschriften deiner Landing Page verwendet werden, um eine harmonische Übereinstimmung zwischen Profil und Website zu gewährleisten.
  • Keywords in benutzerdefinierten Servicetitel im GBP: Wenn du benutzerdefinierte Servicetitel im Google Business Profil verwendest, sollten diese mit den relevanten Seiten auf deiner Website übereinstimmen, um Konsistenz und Relevanz zu gewährleisten.
Google My Business-Dashboard mit den Leistungen eines Unternehmens, darunter SEO-Betreuung für Unternehmen, SEO für Online-Shops und SEO-Audit & Strategientwicklung.
Übereinstimmung der Leistungen von unserer Webseite mit den angelegten Dienstleistungen im Google Busines Profil

Gut zu wissen

Änderungen am Profil können nicht das organische Ranking der Website beeinflussen, sondern verbessern nur das lokale Ranking.

Wenn du also z. B. Produkte hinzufügst oder deine Dienstleistungen aktualisierst, sorgt dies für eine bessere Sichtbarkeit im Local Pack. Es hilft aber nicht, das organische Ranking deiner Webseite zu steigern.

Faktor #7: Medien im Profil (Fotos & Videos)

Medieninhalte wie Fotos und Videos spielen eine große Rolle im Google Business Profil, sowohl für die Nutzer als auch für Google.

Echte Fotos, die das tatsächliche Geschäft, das Team oder die angebotenen Produkte zeigen, haben dabei deutlich mehr Impact als Stockbilder, KI-generierte Bilder oder generische, unpersönliche Bilder.

Echte Fotos schaffen Vertrauen und heben die Authentizität des Profils hervor.

Video-Content im Maps-Feed

Google bevorzugt auch Video-Content, vor allem im Google Maps Feed, wo Videos automatisch abgespielt werden, sobald der Nutzer über das Profil scrollt. Videos können ein extrem effektives Mittel sein, um Aufmerksamkeit zu erregen und das Interesse der Nutzer zu wecken, da sie oft besser im Gedächtnis bleiben als Bilder.

Videos bieten die Möglichkeit, schnell Emotionen zu transportieren und die Unternehmenskultur oder besondere Dienstleistungen zu präsentieren.

Praktische Umsetzung

Die gute Nachricht ist: Du musst keine professionelle Kameraausrüstung haben, um qualitativ hochwertige Bilder und Videos zu erstellen. Ein Handy reicht völlig aus, solange du einige einfache Grundsätze beachtest:

  • Echte Bilder: Zeige dein Team, deine Räumlichkeiten, deine Produkte oder Dienstleistungen in Aktion.
  • Kurze Clips: Halte Videos kurz und prägnant, idealerweise zwischen 15 und 30 Sekunden.
  • Regelmäßigkeit: Lade regelmäßig neue Bilder und Videos hoch, um dein Profil aktuell und interessant zu halten. Vermeide es, nur einmal zu investieren und dann jahrelang nichts mehr zu aktualisieren.

Mythen & nutzlose Maßnahmen

In der Welt der lokalen SEO gibt es zahlreiche Mythen und maßlos überschätzte Maßnahmen, die die Suchmaschinenoptimierung nicht wirklich voranbringen. Hier sind einige der gängigsten und warum sie Google wenig bis gar nicht beeinflussen:

❌ Service Areas beeinflussen Rankings

Viele denken, dass die Auswahl von Service Areas (Einzugsgebiet) im Google Business Profil einen positiven Einfluss auf das Ranking hat. Das ist nicht der Fall.

Google berücksichtigt die festgelegten Service Areas nicht, um das Ranking zu verbessern. Es ist schlichtweg eine Möglichkeit, das Geschäftsgebiet zu definieren, aber es hat keinen direkten Einfluss auf die Sichtbarkeit.

Google My Business-Oberfläche zur Festlegung des Einzugsgebiets für Unternehmensdienstleistungen, mit der Auswahl von Berlin-Neukölln und Deutschland als Zielregion.

❌ Geotagging von Fotos

Es gibt Dienste wie Geolmgr, um damit Geolocation Informationen zu Fotos hinzufügen. Es wird damit geworben, dass das das local ranking verbessert:

Geotag images to improve the search engine ranking for location-specific websites and businesses.

Wirklich bestätigt ist das aber nicht. Auch wir konnten keine Verbesserungen dadurch feststellen. Das Geotagging von Fotos um das Ranking im lokalen Suchumfeld zu verbessern, halte ich für einen Mythos.

Google nutzt Geotags von Fotos nicht für das Ranking eines Unternehmens. Stattdessen ist es wichtiger, authentische und relevante Bilder hochzuladen, die wirklich einen Mehrwert für die Nutzer bieten.

❌ Keywords in der Business-Beschreibung

Keywords in der Beschreibung des Google Business Profils sind ein weiteres häufig genanntes Mittel, das angeblich das Ranking stärkt. Das ist nicht korrekt.

Google achtet bei der Profilbeschreibung mehr auf die Relevanz und Authentizität der Information. Keyword-Stuffing ist keine effektive Methode und kann sogar schädlich sein.

Google Busines Profil Beschreibung mit Keyword-Spamming
Bitte nicht solches Keyword-Spamming betreiben. Das liest sich nicht nur schrecklich, dass kann auch zur Profilsperrung führen.

❌ Keywords in Review-Antworten

Ein weiterer gängiger Mythos ist, dass das Hinzufügen von Keywords in Antworten auf Bewertungen das Ranking verbessert. Auch das ist falsch.

Antworten auf Bewertungen sind wichtig für Vertrauen und Kundenbindung, aber sie haben keinen direkten Einfluss auf das lokale Ranking.

Google nutzt diese Antworten nicht zur Bestimmung der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Es ist besser, echte und hilfreiche Antworten zu geben, anstatt sie mit Keywords zu füllen.

Keyword Spam Google Bewertungen in der Antwort des Inhabers
Bitte lass dieses Keywordspamming in den Antworten auf deine Bewertungen sein, es bringt nichts!

❌ Google Posts für Rankings

Viele glauben, dass Google Posts das Ranking im lokalen Pack verbessern. Das stimmt nicht. Google Posts sind eine nützliche Funktion zur Interaktion mit Nutzern und zur Bereitstellung von Informationen, aber sie haben keinen direkten Einfluss auf das Ranking.

Ihr Nutzen liegt eher im Bereich der Kundenbindung und Konversion.

Google My Business-Profil eines Unternehmens mit neuesten Beiträgen

Tipp

Auch wenn Google Posts das Ranking nicht direkt beeinflussen, empfehlen wir, regelmäßig Google Posts zu erstellen. Sie sind eine wertvolle Möglichkeit, mit deinen Kunden in Kontakt zu treten, aktuelle Informationen zu teilen und das Vertrauen zu stärken.

❌ NAP-Konsistenz als Rankingfaktor

NAP (Name, Address, Phone Number) Konsistenz war früher ein wichtiger Rankingfaktor, aber im Jahr 2026 wird er immer weniger relevant.

Google bewertet heutzutage mehr die Qualität und Authentizität des Profils und die aktualisierte und konsistente Information. Das bedeutet, dass die NAP-Konsistenz zwar immer noch eine Rolle spielt, aber nicht mehr der entscheidende Rankingfaktor ist, den viele glauben.

Was wirklich priorisiert werden sollte

Wenn du die sieben entscheidenden Faktoren, die ich in diesem Artikel beschrieben habe, konsequent umsetzt, hast du bereits einen großen Schritt in Richtung eines erfolgreichen Google Business Profils getan.

Diese Faktoren bieten eine solide Grundlage, um deine Profilstärke zu verbessern und dein Ranking nachhaltig zu steigern. Natürlich gibt es noch viele weitere Faktoren, die berücksichtigt werden müssen, aber mit diesen hast du schon eine starke Basis geschaffen.

Ein gut optimiertes Profil ist der Schlüssel, um die Sichtbarkeit deines Unternehmens zu erhöhen. Wer bereits ein starkes Profil hat, kann sich freuen.

Google-Suchergebnis für das Unternehmensprofil der SEO Revolution GmbH, mit hervorgehobener Profilstärke-Anzeige 'Sieht gut aus!

Diejenigen, bei denen das Profil noch nicht auf „grün“ steht oder die noch nicht in den oberen Positionen der lokalen Suchergebnisse zu finden sind, sollten jetzt handeln.

Ich hoffe dieser Artikel wird dir dabei helfen!

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