User Experience

Definition: User Experience einfach erklärt

User Experience (abgekürzt UX) bedeutet im Deutschen so viel wie „Nutzererlebnis“ und meint das Gesamtbild an Eindrücken, das ein User bei der Interaktion mit einem Produkt, einem Unternehmen, einer Dienstleistung oder eben einer Webseite erfährt.

Hinsichtlich Webseiten liegt das Hauptaugenmerk vor allem darauf, was die Nutzer beim Betrachten und Navigieren erleben oder fühlen. Klar ist: Webseitenbesucher wollen nicht nur ungestört surfen, sie erwarten außerdem adäquate Lösungen für ihre Probleme. Was genau umfasst also die User Experience auf einer Webseite?

  1. Barrierefreiheit:
    Die Inhalte einer Webseite sollten so dargestellt sein, dass alle Nutzer uneingeschränkten Zugang haben – und zwar unabhängig von technischen oder persönlichen Einschränkungen. Barrierefreiheit fängt bereits bei einer angemessenen Ladezeit an und hört bei der Optimierung für mobile Endgeräte noch lange nicht auf.
  1. Fokus:
    Die Nutzbarkeit steht im Zentrum und wesentliche Informationen sind frei von Ablenkungen wie z. B. Pop-ups oder Werbeanzeigen einzusehen.
  1. Ästhetische Darstellung:
    Ein ansprechendes, auf die Zielgruppe abgestimmtes Design und User Interface erhöhen die (subjektive) Anwenderzufriedenheit
  1. Usability:
    Die Begriffe User Experience und Usability werden häufig synonym verwendet. Genau genommen stellt die Usability jedoch nur einen Teilbereich der User Experience dar. Usability steht für den konkreten Nutzen der dargebotenen Inhalte.

Gut zu wissen: Auch wenn bislang nicht eindeutig geklärt ist, ob eine gute User Experience einen (direkten) Einfluss auf das Suchmaschinenranking einer Webseite hat, steht fest, dass mit der Nutzerzufriedenheit häufig auch die Verweildauer auf einer Webseite ansteigt. Das wiederum gefällt Google und Co.

Warum ist User Experience wichtig?

Eine stimmige User Experience hat zum Ziel, dem User das Gefühl zu geben, mit seinen Wünschen und Bedürfnissen vollkommen verstanden zu werden – und ihn gleichzeitig ohne große Irrwege zum Angebot oder in den Warenkorb zu geleiten.

Ein konsistentes Nutzererlebnis auf der kompletten Customer Journey ist zudem auch langfristig gesehen von Vorteil. Denn aus einem User, der sich erkannt, willkommen und wohl fühlt, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit ein begeisterter Bestandskunde.

Die positive User Experience beginnt selbstverständlich nicht erst beim „Betreten“ einer Webseite. Auch Faktoren, die vor oder nach der Nutzung deines Webangebots auf die Nutzer einwirken, beeinflussen ihre Stimmung.

Tipp: Verschaffe dir einen umfassenden Überblick darüber, wo deine Nutzer herkommen und wohin sie nach dem Verlassen deiner Webseite weitergehen. Vor allem beim Setzen von Backlinks gilt es, auf hohe Qualität zu achten.

Wie lässt sich die User Experience messen?

Bevor du die User Experience deiner Webseite verbessern kannst, musst du dir zunächst einmal einen Überblick über den momentanen Ist-Zustand machen. Wo liegen – in den Augen der User – die Stärken und Schwächen deiner Webseite. Die erlebte User Experience deiner Webseitenbesucher kannst du mit verschiedenen Verfahren testen:

  1. Befragung:
    Die User Experience mit Fragebögen zu messen, ermöglicht dir, die Webseite aus dem Blickwinkel der Besucher zu betrachten. Am besten suchst du dir nach einer ersten allgemeinen Befragung einzelne Aspekte heraus, die du anschließend gezielt untersuchst
  1. Eye-Tracking:
    Mithilfe von Eye-Tracking-Studien kann ermittelt werden, welche Bereiche einer Webseite die meisten Blicke auf sich ziehen. Darüber hinaus ist es möglich, Blickbewegungen zu registrieren und aufzuzeichnen. Die Ergebnisse werden gewöhnlich als Heatmaps, Gazeplots oder Opacity Maps visualisiert und liefern dir wertvolle Erkenntnisse darüber, bei welchen Bestandteilen deiner Webseite Optimierungsbedarf besteht.
  1. Datenanalyse:
    Analysetools wie Google Analytics oder Matomo verraten dir anhand von Metriken wie z. B. der Verweildauer, welche Seiten besonders gut performen. Der Google Tag Manager hilft dir, zu verstehen, welche Elemente deiner Webseite die größte Interaktion erzielen und wo noch Ausbaubedarf besteht.

Was macht eine gute User Experience aus? – Checkliste für deine Webseite

Um ein positives Nutzererlebnis zu erschaffen, musst du dir die einzelnen Zahnräder deiner Webseite vornehmen – mit dem Ziel, dass letztlich alle harmonisch ineinandergreifen. Laut den „sieben Standsäulen der User Experience“ von Peter Morville sollte deine Webseite nützlich, anwenderfreundlich, erstrebenswert, barrierefrei, glaubwürdig, auffindbar und wertvoll gestaltet sein. Doch wo fängst du da am besten an? Wie User Experience in der Praxis funktioniert und welche Kriterien du beim Design deiner Webseite unbedingt beachten solltest, verrät dir die folgende Checkliste:

  1. Die Zielgruppe im Blick:
    Betrachte deine User und Kunden als Menschen und stelle ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt
  1. Konsistenter Aufbau:
    Deine Webseite sollte ein selbsterklärendes Gesamtbild ergeben – für Menschen sowie Suchmaschinen.
  1. Navigation:
    Halte Menüs und Verlinkungen so einfach und übersichtlich wie möglich.
  1. Farben:
    Farben wecken unterschiedliche Emotionen. Das kannst du dir aktiv zunutze machen, indem du harmonische, zielgruppengerechte Farben wählst. Wichtig ist, dass du nicht zu viele Farben auf einmal verwendest und beachtest, dass hohe Kontraste eine bessere Lesbarkeit ermöglichen.
  1. Bilder und Videos:
    Ohne Texte fehlt einer Webseite ein ausschlaggebender Part, aber zu viel Text kann auch verschrecken. Unterbrich den Textfluss an passender Stelle durch (an)sprechende Medien.
  1. Redaktionsplan:
    Jeder Inhalt, der das Licht deiner Webseite (oder deiner Social Media Kanäle) erblickt, sollte zum ganzheitlichen Konzept passen und auf seine Usability geprüft sein. Zudem ist es entscheidend, beim Posting eine gewisse Regelmäßigkeit einzuhalten. Strukturierte Contentpläne helfen dir dabei.
  1. Prototyp:
    Gängige Praxis ist es, zunächst einen Prototyp zu entwickeln und diesen auf der Grundlage von Zielgruppentests zu verfeinern.
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Fazit: Es lohnt sich in User Experience zu investieren

Egal ob als kleines, großes oder mittelständisches Unternehmen – es lohnt sich, Zeit und Budget in die User Experience zu investieren. Denn ein stimmiges Konzept …

  • sorgt für einen runden und einzigartigen Markenauftritt.
  • zieht langfristig geringere Ausgaben für Marketing und Werbung nach sich.
  • vermittelt Webseitenbesuchern ein gutes Gefühl und verwandelt sie auf diesem Weg in treue Kunden.
  • erhöht Umsatz und Gewinn.