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Black Hat SEO

Black Hat Seo Definition, Beispiele & Gefahren

Wer mit Tricks an die Spitze bei Google möchte, betreibt Black Hat SEO. Wir zeigen dir Black Hat SEO Beispiele und analysieren die Vor- und Nachteile.

Was ist Black Hat SEO?

Bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) gibt es eine Reihe an Methoden, die zwar positive Effekte auf das Ranking haben, aber gegen die Richtlinien von Google verstoßen. Bei der sogenannten Black Hat Suchmaschinen­optimierung werden diese Regelverstöße bewusst in Kauf genommen, um mit riskanten Tricks eine bessere Platzierung zu erreichen.

Im Folgenden wird anhand von Beispielen erklärt, welche Methoden beim Black Hat SEO zum Einsatz kommen und welche Chancen sowie Risiken dieser Ansatz der Suchmaschinenoptimierung birgt.

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7 Black Hat SEO Methoden im Überblick

Die Vorgehensweisen, um Black Hat SEO zu betreiben sind weit gefächert. Es gibt es eine Reihe an Maßnahmen, die immer wieder versucht werden:

  • Content Diebstahl & Article Spinning
  • Keyword Stuffing
  • Linkkauf
  • Link Spamming (z.B. Blogspam)
  • Expired Domains
  • Satelliten-Seiten & PBNs
  • Cloaking & Doorway Pages

Content Diebstahl & Article Spinning

Bei der Black Hat Texterstellung geht es darum, kostengünstig und mit geringem Aufwand viele Texte zu produzieren, die einzigartig sind und Google vorgaukeln, dass man sehr viel Content auf seiner Seite hat. Manche Black Hat SEOs klauen dafür einfach die Texte anderer Websites und übersetzen Sie mit einem Translator in irgendeine Sprache und dann wieder zurück in die Ausgangssprache.

Das Resultat sind etwas holprige Inhalte, die aber in Sekunden erstellt sind. Da Google auch Grammatik und Rechtschreibung immer besser identifizieren kann, werden die entstanden Texte gerne noch einmal mit Tools wie Grammarly sprachlich verbessert.

Auch sogenannte Article Spinner kommen häufiger zum Einsatz. Dabei werden auf Knopfdruck Texte erzeugt, die sich aus Bausteinen zusammensetzen. Das ist zwar streng genommen kein Verstoß gegen die Google-Richtlinien, sorgt aber für minderwertige Qualität.

Keyword Stuffing

Eine weitere Maßnahme, welche die Seiteninhalte betrifft, ist das sogenannte Keyword Stuffing. Natürlich ist es nicht verboten, wichtige Schlüsselwörter in Zwischenüberschriften einzubauen und mehrfach im Content zu integrieren.

Beim Keyword Stuffing wird das Verhältnis von Keywords zum restlichen Text (auch Keyword-Dichte genannt) aber deutlich gesteigert. Ziel dieser Maßnahme ist es, relevanter für ein bestimmtes Thema / Keyword zu erscheinen.

Da Google aber inzwischen besonders die Nutzersignale auswertet und ein solcher Keyword-Text alles andere als angenehm zu lesen ist, hat das Keyword Stuffing heutzutage eher begrenzte Erfolgsaussichten.

Linkkauf

Das Linkbuilding erhält vermutlich von allen Black Hat SEO Maßnahmen die größte Aufmerksamkeit. Grund dafür ist, dass Google Seiten, die über viele eingehende Links verfügen, eine höhere Vertrauenswürdigkeit beimisst und demnach ein direkter Einfluss auf das Ranking gegeben ist.

Der Kauf von Backlinks ist gemäß der Google-Richtlinien verboten. Trotzdem boomt das Geschäft. In der Regel werden diese Links nicht als Werbung gekennzeichnet. Diese sind dann oft in Blogartikel integriert und erwecken den Eindruck als wären sie auf natürliche Weise zustande gekommen.

Link Spamming

Über Software ist es möglich, automatisiert Blogkommentare abzugeben und dabei Links zur eigenen Website zu verbreiten. Zwar sind derartige Backlinks nicht mehr viel wert, aber sie sorgen dafür, dass ein gewisses Fundament an Links entsteht, was der Stärke einer Domain immer noch zuträglich sein kann.

Eine besonders perfide Variante des Link Spammings ist das Hacken von Websites. Hier versucht man sich Zugriff auf fremde Seiten zu verschaffen (z.B. über manipulierte WordPress Plugins), um – idealerweise auch noch automatisiert – Backlinks auf den gekaperten Seiten unterzubringen.

Expired Domains

Bei Expired Domains handelt es sich in der Regel um Websites, die nicht mehr betrieben werden, sodass die Domains frei registriert werden können. Entweder wird auf solchen Domains ein komplett neues Projekt gestartet oder die Domain wird per 301-Weiterleitung auf die eigene Seite umgeleitet.

Google denkt in einem solchen Fall, dass die Seite, auf die weitergeleitet wird, ursprünglich von der Expired Domain umgezogen ist. Somit werden auch die eingehenden Links der neuen Seite zugeordnet.

Satelliten-Seiten & PBNs

Auch der Aufbau von sogenannten Satelliten-Seiten, die nur zu dem Zweck betrieben werden, um ein anderes Projekt mit einem themenrelevanten Link zu versorgen, stellen eine häufig genutzte Black Hat SEO Maßnahme dar.

Die Weiterentwicklung davon sind sogenannte Private Blog Networks (PBN), bei denen nicht nur eine Seite, sondern ein ganzes Netzwerk an Seiten aufgebaut wird, das nur das Linkbuilding zum Ziel hat.

Cloaking & Doorway Pages

Eine sehr fragwürdige Methode ist die Nutzung von Cloaking oder Doorway Pages zur Verbesserung des Rankings bei Google. Beide Ansätze sind von der Grundidee ähnlich zueinander.

Beim Cloaking werden der Suchmaschine andere Inhalte angezeigt als dem Nutzer. Die wahre Seite wird also technisch verschleiert.

Doorway Pages werden der eigentlichen Seite vorgeschaltet und enthalten meist große Textmengen, um thematische Relevanz vorzugaukeln. Nach einer kurzen Zeit wird der Nutzer aber bereits auf die eigentliche Zielseite weitergeleitet.

Sowohl Cloaking als auch Doorway Pages sind sehr manipulative Methoden, um die Auswertungsmethoden von Google zu täuschen. Die Erfolgsaussichten sind inzwischen eher als gering zu bezeichnen.

Ist Black Hat SEO illegal?

Viele Black Hat SEO Methoden sind rechtlich gesehen im Graubereich, manche können sogar sehr kritisch sein. Das Klauen fremder Inhalte stellt eine Verletzung des Urheberrechts dar und die die Nutzung von Software zur Verbreitung von Blogkommentaren könnte als unerlaubter Spam ausgelegt werden.

Beim Linkbuilding kann es zudem passieren, dass ungekennzeichnete Artikel, die einen Link zur eigenen Seite enthalten, als Schleichwerbung gelten. Das Hacken von Seiten hat mit dem §202c StGB auch schon einen eigenen Paragrafen im Strafgesetzbuch bekommen.

Ansonsten sind Black Hat SEO Maßnahmen aber in der Regel nicht gesetzlich verboten, sondern entsprechen lediglich nicht den Vorschriften, die Google für Webmaster verfasst hat. Man muss sich daher immer die Frage stellen: Wie viel Risiko will man eingehen?

Vor- und Nachteile von Black Hat SEO

Ein entscheidender Benefit von Black Hat SEO ist der Geld- und Zeitvorteil. Mit relativ überschaubarem Budget lässt sich die Popularität einer Seite schnell steigern und man kann so lange davon profitieren, bis Google die Machenschaften aufdeckt. Manche Projekte werden über Jahre erfolgreich betrieben, bis eine Abstrafung (z.B. Verlust der Google-Indexierung) vorgenommen wird. Allerdings wird Google immer besser darin, sodass man vermutlich nicht mehr jahrelang, sondern nur noch einige Monate unerkannt bleibt.

Wer es sich aber einmal mit Google verscherzt, könnte nicht nur das eine Black Hat Projekt gefährden, sondern allgemein seinen Status beim Branchenprimus der Suchmaschinen verschlechtern. Man sollte daher sehr vorsichtig sein und z.B. niemals White Hat SEO Projekte und Black Hat SEO Projekte über einen Google Analytics Account tracken.

Tracke niemals White Hat SEO Projekte und Black Hat SEO Projekte über einen Google Analytics Account

Black Hat SEO – eine gute Idee?

Abschließend lässt sich festhalten, dass die genannten Black Hat SEO Maßnahmen zwar sehr verlockend sind, aber auch hohe Risiken bergen. Manche Methoden verstoßen nicht nur gegen die Guidelines von Google, sondern sind sogar rechtlich problematisch – hier wird es dann besonders kritisch.

Wer auf die erste Seite bei Google möchte, sollte in gut strukturierte und informative Inhalte investieren sowie die User Experience (z.B. schnelle Ladegeschwindigkeit) verbessern. Derartige Maßnahmen werden als White Hat SEO bezeichnet. Sie sind das Gegenstück zu Black Hat SEO.

Ein moderates Ausprobieren und Tricksen gehört aber schon immer zur Suchmaschinenoptimierung dazu. Daher haben selbst White Hat SEOs selten eine komplett weiße Weste, da sich die Regelungen immer wieder ändern und Google über Updates versucht, unerwünschte SEO-Methoden in den Griff zu bekommen, die bis vor kurzem zumindest nicht verboten waren.

Häufig spricht man daher von Grey Hat SEO, um zu beschreiben, wie die meisten Seitenbetreiber bei der Suchmaschinenoptimierung vorgehen: Allgemein hält man sich an die Regeln, doch hier und da versucht man mal, mit moderatem Risiko das Ranking positiv zu beeinflussen.

Eine reine Black Hat SEO Strategie führt hingegen oft zu deutlichen Abstrafungen und kann sogar andere Projekte gefährden. Daher sollte man genau den Nutzen und den möglichen Schaden gegeneinander abwägen.

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